Rod Pod Test

Das macht ein Rod Pod zur Empfehlung

Nicht jeder Karpfenangler braucht zwingend ein Rod Pod. In manchen Situationen ist es jedoch unerlässlich. Das gilt z.B. für Untergründe, welche kein Durchbohren mit Bank-Sticks zulassen. Beispiele sind Beton, Gestein oder Holz (Stege). Wer oft draußen ist, wird feststellen, dass selbst normaler Erdboden an manchen Plätzen derart verdichtet ist, dass ein Rod Pod die beste Lösung darstellt. Ideal ist ein Rod Pod respektive Sky Pod zudem, wenn die Ruten besonders steil stehen sollen. In unserem Rod Pod Test berichten wir, worauf Du beim Kauf achten solltest und welche Modelle konkret empfehlenswert sind.

Rod Pod Test

Beliebte Rod Pods bei Amazon

Bild
BezeichnungCroch Master Rod PodArapaima Triplecoast Rod PodCormoran Pro Carp Gun Pod RodFox Stalker Plus PodFox Ranger Pod MK2
MaterialAluminiumAluminiumAluminiumAluminiumAluminium
Gewicht2 kg1 kg2,4 kg0,97 kg5 kg
Buzzer-Bar-Aufnahme3 Ruten3 Ruten3 Ruten3 Ruten3 Ruten
BesonderheitInkl. Bissanzeiger im Set & sehr günstigZentrale Einhängeöse, die gut zur Beschwerung dienlich istGünstiges DreibeinBesonders kompakt und daher gut für das mobile Angeln geeignetKommt zusätzlich mit 2 extra langen Beinen, hohe Qualität (Wird von diversen Profis eingesetzt)

Rod Pod Test – Diese Faktoren sind wichtig

Material

Wie stabil, haltbar und flexibel das Rod Pod ist, hängt im Allgemeinen mit dem Fertigungsmaterial zusammen. Wie es bei den Rutenhaltern zum Angeln gängig ist, kann eine Wahl aus 2 wesentlichen Komponenten getroffen werden:

  • Edelstahl
  • Aluminium

Edelstahl ist schwer und überaus strapazierbar. Wer ein Rod Pod für die Ewigkeit sucht und höchste Ansprüche hat, wird bei einem solchen Exemplar fündig. Nachteile erstrecken sich über einen erhöhten Anschaffungspreis (unter 150 Euro gibt es in diesem Segment eher nichts) und ein vergleichsweise hohes (Transport-)Gewicht. Letzteres kann man aber auch als Vorteil hinsichtlich Stabilität auslegen.

Aluminium ist in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Vernünftig pulverbeschichtet, bietet es ebenfalls eine lange Haltbarkeit. Gute Modelle gibt es hier bereits im zweistelligen Preissegment. Es verspricht Vorteile in Sachen Gewichtsersparnis, kann aber nicht ganz so extrem belastet werden.

Verstellbarkeit

Die Verstellbarkeit ist in der Regel das A und O bei der Nutzung des Rod Pods. Beim Angeln wissen wir nie ganz genau, auf welche Bedingungen wir uns am Platz einstellen müssen. Da hilft es extrem, wenn sich das Rod Pod in Sachen Winkel der Ruten und Länge zwischen den Aufnahmen universell einstellen lässt.

Rod Pod Erfahrungen
Häufig kann man über abgeflachte Oberflächen einstellen, in welchem Winkel die Beine abstehen sollen. Ein Drehverschluss direkt am Gewinde ermöglicht das Lockern und Fixieren.

Ein gutes Rod Pod sollte uns erlauben, die Beine im Winkel und in der Länge verstellen zu können. Das gilt für Dreibein- und Vierbein-Modelle gleichermaßen.

Rod Pod kaufen

Neben der Möglichkeit, die Beine ausziehen zu können, werden manche Rod Pods zusätzlich mit extra langen Beinen ausgeliefert. Diese können dann vorderseitig angeschraubt werden, damit sich die Ruten in der Folge sehr steil aufstellen lassen. Dadurch wiederum lässt sich möglichst viel Schnur aus dem Wasser halten, was ideal in großen Strömen ist. Je mehr Schnur Du im Fluss über der Wasserlinie hast, desto weniger Probleme bereiten Dir der Strömungsdruck, welcher das Blei verziehen kann, und Treibgut.

Sky Pod
Das “Prologic Tri-Sky-Pod” lässt sich gen Himmel ausrichten. Man spricht in diesem Fall daher auch von einem sog. Sky Pod.

Des Weiteren praktisch ist der Umstand, das gesamte Rod Pod in der Länge zu variieren. Dadurch können z.B. 10ft Karpfenruten und 12ft Karpfenruten gleichsam optimal abgelegt werden. Dies ist glücklicherweise Standard bei den Markenfirmen und bewahrt uns vor Frustpotenzial.

Rod Pod Empfehlung

Stabilität

Das Rod Pod muss beim Angeln stabil stehen. Wind und Wetter sollen dem Stand ebenso wenig anhaben können, wie ein ablaufender Fisch. Zu einem guten Halt auf dem Untergrund trägt natürlich in erster Linie ein gewisses Eigengewicht bei. Während Modelle aus Aluminium teils unter 4 kg wiegen, bringt es so manches Edelstahl-Pod auf über 12 kg.

Generell sollten die Gestänge nicht zu dünn gehalten sein. Um den Stand am Wasser zu verbessern, kannst Du große Steine um die Füße des Pods verteilen. Das bietet sich beim Angeln von der Steinpackung auf jeden Fall an.

Mittels Schnur ist es alternativ möglich, das Pod zentral über einen Stein am Boden zu halten. Dazu wird ein Ende am Pod festgebunden und das andere Ende um einen großen Brocken gelegt bzw. gebunden.

Wird das Rod Pod auf Grasland genutzt, ist es erfahrungsgemäß hilfreich, die Teleskop-Enden der Füße leicht in den Boden zu drücken.

Anzahl der Ruten

Wie viele Ruten Du auf Deinem Rod Pod ablegen kannst, entscheiden die beiden Buzzer Bars. Jene gehören standardmäßig zum Lieferumfang des Pods. Während vorne die Bissanzeiger montiert werden, befinden sich hinten Ablagen nach Wahl.

Rod Pod günstig
Links: 4er Buzzer Bar. Rechts: Bestückte 3er Buzzer Bar. Die Anzahl der Gewinde entscheidet, wie viele Ruten abgelegt werden können. Üblich sind 3, es gibt aber auch 2er und 4er Buzzer Bars.

Weil wir in Deutschland mit maximal 3 Ruten auf Friedfisch angeln dürfen, erscheinen Exemplare mit bis zu 3 Gewinden pro Buzzer Bar sinnvoll. Wer das Pod in Frankreich zum Karpfenangeln nutzen möchte, sucht sich hingegen vielleicht gleich ein Modell mit 4 Gewinden pro Stange.

BSF Gewinde

Das Gewinde ist im Übrigen stets auf 3/8″ (Whitworth-Gewinde) genormt. Alle Bissanzeiger und Halter verschiedener Karpfenmarken lassen sich daher einschrauben.

Halterung

Welche Fixierung Du wählst, ist natürlich ebenfalls Dir überlassen. Es hat sich etabliert, dass bei besonders steil gestellten Ruten keine Klemmen, sondern offene Kappen verwendet werden. Durch den Winkel stehen die Ruten dennoch sicher. Wer die Ruten besonders stark fixieren möchte, kann auch Expander Gummis zwischen Rollenfuß und hintere Buzzer Bar spannen – das ist keine Sache für Ästhetik-Fetischisten, aber erfüllt definitiv den Zweck.

Rod Pod Komplett Set

Preis

Bei der Entscheidungsfindung spielt oft auch der Preis eine Rolle. Ein Rod Pod kann, je nach Hersteller, zwischen 30 und an die 1000 Euro kosten. Dein Budget sollte in einem fairen Verhältnis zum Anspruch stehen. Je stabiler und flexibler das Rod Pod sein soll, desto mehr muss auch investiert werden.

Ambitionierte Karpfenangler sollten ein Budget von mindestens 100 Euro ansetzen. Die zuverlässigere Qualität liefern Produkte um 250 bis 350 Euro. In diesem Segment sind z.B. das bewährte Fox Ranger Pod und das geschätzte Solar P1 vertreten.

Transport Tasche
Standard – Die Lieferung in einer Tasche erleichtert den Transport zum Gewässer. Aufgrund der Maße, wird ein Rod Pod immer erst am Angelplatz aufgebaut und anschließend wieder abgebaut.

Rod Pod Test – Konkrete Empfehlungen

Amiaud

Es gibt diverse Hersteller, die im Rod-Pod-Segment eine passable Qualität liefern. Höchste Ansprüche bedienen jedoch nur wenige Firmen. Anders ist da die französische Firma Amiaud aufgestellt – sie richtet ihr Angebot ausschließlich an Angler, denen nur das Beste gut genug ist.

Die Edelstahl Rod Pods des Herstellers sind hochpreisig, jedoch für ein ganzes Anglerleben ausgelegt. Es gibt bei Bedarf Ersatzteile und Zubehör, um das Rod Pod z.B. am Boot zu befestigen.

Zum Karpfenangeln für Anfänger empfehlen wir deutlich günstigere Rod Pods um 100 Euro. Setze als Einsteiger auf Ausgewogenheit in der Ausrüstung und vernachlässige auch die Kleinteile und Köder nicht.

Fox

Die britische Firma Fox wird unter Karpfenanglern sehr geschätzt. Aushängeschild im Bereich der Rod Pods ist das Fox Ranger MK2. Dieses Rod Pod ist überaus flexibel und lässt sich beispielsweise bei Bedarf als Sky Pod nutzen.

Darüber hinaus bietet Fox aber auch günstigere Modelle, wie das EOS Pod oder das Stalker Pod, an.

Solar

Auch Solar ist eine sehr renommierte Firma aus dem Vereinigten Königreich. Die Idee des Solar Worldwide Pod ist mehr als 30 Jahre alt. Seitdem ist das P1 Edelstahl Pod zu einem festen Bestandteil vieler Karpfenangler und Globetrotter geworden, die es unter härtesten Bedingungen einsetzen.